Komplett verkohlt. Der Dachstuhl in dem betroffenen Haus im Westen Radebeuls musste von den Feuerwehrleuten beim Löschen aufgerissen werden, um an Glutnester zu gelangen. © Roland Fährmann
Komplett verkohlt. Der Dachstuhl in dem betroffenen Haus im Westen Radebeuls musste von den Feuerwehrleuten beim Löschen aufgerissen werden, um an Glutnester zu gelangen.
© Roland Fährmann

Zu einem Großeinsatz musste die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch ausrücken. In der Radebeuler Heinrich-Zille-Straße, in der Niederlößnitz, brannte ein Dachstuhl lichterloh. Als die Feuerwehrleute aus ganz Radebeul dort gegen 2.30 Uhr eintrafen, schlugen die Flammen bereits unter den Dachziegeln eines Nebengebäudes hervor. Familie E., die in dem Haus mit drei Personen wohnt, hatte das Feuer bemerkt und konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Stadtwehrleiter Roland Fährmann: „Als wir eintrafen, waren der Mann und seine Frau bereits im Hof. Auch die Mutter, eine pflegebedürftige Frau, konnte mit ihrem Rollstuhl von den Hausleuten herausgeschafft werden.“ Sanitäter kümmerten sich um die Bewohner. Wolfgang E. hatte zunächst versucht, die Flammen mit einem Gartenschlauch niederzuringen. Das gelang jedoch nicht. Die Feuerwehrleute konnten mit größeren Wassermengen den Angriff auf den brennenden Dachstuhl von zwei Seiten führen. Das Fahrzeug mit der Drehleiter kam dabei zu Hilfe.

Fährmann: „So konnte verhindert werden, dass das Feuer auf das Haupthaus überschlug.“ Nach etwa zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Einzelne Nester mit Glut wurden von den Kameraden noch aufgedeckt und gelöscht. „Gegen fünf Uhr am Morgen haben wir den Brandort an die Polizei übergeben“, sagt Roland Fährmann. Die Polizisten sind jetzt dabei, nach der Brandursache zu suchen, die derzeit noch nicht feststeht. Das Nebengebäude ist zum Bad ausgebaut worden. Möglicherweise hat es dort einen technischen Defekt gegeben, so Fährmann. Aber genau klar sei das noch nicht, sondern lediglich eine Vermutung. Der Hausbesitzer selbst habe angegeben, einen lauten Knall gehört und dann das Feuer gesehen zu haben. Beim Löschen des Brandes haben auch die Feuerwehren von Coswig, Friedewald und Reichenberg geholfen. Insgesamt waren 60 Kameraden im Einsatz. In den letzten Wochen kam es wiederholt zu Hausbränden, bei denen der Dachstuhl betroffen war. Den letzten größeren Brand gab es in Coswig an einem Dach.

Bericht: Sächsische Zeitung

Radebeul, Mitten in der Nacht brannte der Dachstuhl
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